In seinem Vortrag berichtet Prof. Dr. Paul Cullen über die tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen, die während der Corona-Pandemie sichtbar wurden. Er schildert, wie im Zuge des Corona-Fiaskos eine nahezu dystopische Gesellschaftsform in den Blick rückte, in der Regierende nicht mehr von freien, selbstbestimmten Subjekten, sondern von zu verwaltenden Objekten ausgingen – Menschen wurden nur noch aufgrund ihres verhaltensabhängigen Privilegienstatus bewertet.
Neben seinen Studien, die er u.a. an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und der Fernuniversität in Hagen durchführte, war er von 2011 bis 2019 unternehmerisch tätig und leitete diverse Franchiseunternehmungen.Ebenso war er sieben Jahre bei der Polizei Berlin als Polizeivollzugsbeamter aktiv, zuletzt als Fachlehrer für polizeiliches Eingriffsrecht.
Der Staat gibt zwar vor, Bildung für alle zu garantieren, dennoch schicken nicht wenige Politiker ihre Kinder auf private Schulen. Auch im Kanzleramtsneubau soll neben dem dringend benötigten Hubschrauberlandeplatz und einer zweiten Kanzlerwohnung noch eine Luxus-Kita entstehen. Der Wunsch nach guter Bildung für die eigenen Kinder ist grundsätzlich nicht falsch bzw. sogar sehr verständlich. Auch die Flucht aus einem nicht funktionierenden System ist nachvollziehbar und menschlich. Es bleibt die Frage nach einer Lösung.
Egal ob Koch, Mechatroniker oder Einzelhandelskaufmann – sie alle absolvieren eine dreijährige Ausbildung. Qualifikation spielt also in der Berufswelt die entscheidende Rolle, nach der wir eine Person beurteilen. Im Auswahlverfahren der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) wurden aus 22.500 Bewerbern 17 Personen ausgewählt – fünf Astronauten, elf Reserve-Astronauten und ein Para- Astronaut.
Noch vor einem Jahrhundert war es hilfreich, die deutsche Sprache zu beherrschen, wenn man – auch außerhalb Deutschlands – Physik oder Chemie studieren wollte, denn viele Bücher waren auf Deutsch verfasst. Diese Zeiten sind längst vorbei. Dafür ist heutzutage jedoch mehr als die Hälfte der weltweiten Steuerliteratur in deutscher Sprache verfasst, auch wenn sich dafür außerhalb Deutschlands vermutlich niemand interessieren wird
Wokeness und politische Korrektheit spalten die Gemüter. Das linke Spektrum der Gesellschaft sieht darin einen gesellschaftlichen Fortschritt, Konservative bringt diese Entwicklung eher zum Schimpfen. Doch die liberale oder libertäre Sicht entspricht bekanntermaßen weder derjenigen der Linken noch eben der der Konservativen, ist aber auch nicht pauschal in der Mitte zu sehen. Vielmehr steht hier die maximale Freiheit des Individuums im Vordergrund.
Man kann sich darüber streiten, wie viel Sozialbürokratie man braucht. Dabei sollte man jedoch berücksichtigen, dass diese eben kein Garant dafür ist, dass immer schnell geholfen wird – im Gegenteil, denn Bürokratie hat ihre ganz eigenen Spielregeln. Am besten sind Sie psychisch gesund, haben alle Ihre Unterlagen sorgsam aufbewahrt und im Zweifel auch die nötige Zeit und Kom- petenz, einen Widerspruch zu schreiben.
Selbst die Klimakleber fordern Privilegien. Ihre Forderungen kann man nach- lesen. Es geht ihnen nicht um weniger Massentierhaltung oder den Erhalt von Naturschutzgebieten. Dafür hätte ich durchaus Sympathie. Nein, sie wollen, dass das 49-Euro-Ticket wieder 9 Euro kostet.
Deutschland hat mit 18,36 Euro pro Monat und Haushalt und somit einem Beitragsaufkommen von 8 Milliarden Euro jährlich den teuersten öffentlich- rechtlichen Rundfunk der Welt.
Der Staat ist ein Monopolist. Er verfügt über das sehr seltene Privileg, nicht die gleiche Verantwortung für Effizienz tragen zu müssen wie Unternehmen in einem freien Markt. Denn während Unternehmen ständig um Kunden buhlen und ihre Effizienz verbessern müssen, um zu überleben, wird der Staat unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft finanziert. Man muss nur einmal schauen, was schneller zu beantragen ist: Eine Kreditkarte oder ein Personalausweis?